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Smart erklärt: Digitaler Zwilling

16. März 2022 | 14:48 Uhr Von: Alexander Niemann

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Smart erklärt: Digitaler Zwilling

Auch einer dieser Begriffe, die oft und gerne in allen möglichen Kontexten verwendet werden … Neben der ursprünglichen (und etwas sperrigen) Definition und daraus entstandenen weiteren wissenschaftlichen Arbeiten gibt es auch die Interpretationen unzähliger Marketing-Abteilungen. Wir widmen diesem Thema einen kleinen Beitrag der Reihe smart erklärt und versuchen, einen alltagstauglichen, pragmatischen Erklärungsansatz.

Was ist eigentlich ein digitaler Zwilling und kann er wirklich Schatten werfen?

Von digitalen Zwillingen spricht man, wenn etwas real Existierendes in einer Softwarelösung nachgebildet wird. Das kann von einem einzelnen Bauteil bis hin zu ganzen Fertigungsstraßen so ziemlich alles sein.

Um es etwas konkreter zu machen: Bei unseren Kunden und Projekten sprechen wir zumeist von Maschinen, Fahrzeugen oder Aggregaten, sowie zugehörigen Geschäftsprozessen, hauptsächlich aus den Bereichen Kundendienst und Service.

Aber was steckt dahinter?

Das Gerüst eines digitalen Zwillings ist zunächst einmal eine Datenstruktur zur Speicherung naheliegender Informationen (z.B. Modell, Typ oder Seriennummer). Diese Struktur ist je nach Anwendungsfall mehr oder weniger umfangreich und mit anderen Daten vernetzt.

Daten werden also an definierter Stelle vollständig, korrekt, widerspruchsfrei und leicht benutzbar abgelegt. Das ist schon ein Wert an sich. Der digitale Zwilling ist aber mehr als eine Datenbank, denn er bildet auch Funktionalität, Betriebsabläufe und Dienstleistungen (z.B Lebenslaufakte führen, selbstständig Servicevorgänge öffnen, Wartung organisieren etc.) ab.

Zu Datengerüst und Funktion kommt nun noch die Verbindung zwischen physischen und digitalen Zwilling hinzu. Wir sprechen vom digital shadow, dem Schatten, den die Maschine in der Software wirft. Technisch ist das z.B IoT-Connectivity, die Messwerte, Einstellungen und sonstige Daten in beide Richtungen überträgt.

Diese enge Verbindung zwischen physischem und digitalem Raum macht den besonderen Wert des Konzepts ‚Digitaler Zwilling‘ aus. Betriebsdaten können erfasst und überwacht werden, Nutzungsdaten werden analysiert und Prozesse können auch über Unternehmensgrenzen hinweg optimiert werden. Außerdem können Prognosen erstellt und Simulationen durchgeführt werden.

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