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Wie sieht ein gutes Dashboard aus?

5. Mai 2021 | 15:31 Uhr Von: Anna-Lena zum Beck

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Wie sieht ein gutes Dashboard aus?

Wie sieht eigentlich ein gutes Dashboard aus? Welche Aussagekraft haben die ganzen Zahlen und Grafiken überhaupt? Fragen die aufkommen, wenn ein Dashboard nicht wirklich „gut“ und intuitiv aufgebaut ist. Um relevante Informationen eines Dashboards interpretieren zu können und für die eigene Unternehmensstrategie zu nutzen, gilt es einige Aspekte zu beachten.

Man könnte sagen, dass eine regelrechte „Dashboard Flut“ existiert, denn Dashboards sind überall und nahezu in jeder Software integriert. Dabei ist der Kontext genauso variabel wie Optik und Inhalt der bunten Datenvisualisierungen.

Die Zusammenfassung relevanter Informationen und Daten ist es, die ein Dashboard definieren. Unter Verwendung von Grafiken und Illustrationen sind alle KPIs auf einen Blick sichtbar und im besten Falle auch direkt analysierbar. Außerdem können durch den Einsatz der Boards Unternehmen jeder Branche eine Messung von Zielen und Größen vornehmen und zugleich einen Einblick in Prozesse und Effizienzen erhalten.

Wenn der Wald vor lauter Bäumen nicht sichtbar ist

Heutzutage ist ein Dashboard technisch z.B. mithilfe von kostenlosen Open Source Tools wie Grafana ziemlich einfach abbildbar. Von der Standard IoT-Plattform bis zur Business-Anwendung: Kein neues Softwareprodukt wird mehr ohne Dashboard ausgeliefert. Die Funktionsweise auf technischer Ebene ist ja auch denkbar einfach. Es gibt viele Werkzeuge und Bibliotheken z.B. auch im kostenlosen Open Source Bereich, die rasch „out-of-the-box“ Daten empfangen und auf simple Art und Weise in Visualisierungen bzw.- Grafiken verwandeln. Das Ergebnis kann jedoch ernüchternd sein und alles andere als verständlich: eine chaotische Zusammenfassung der Daten bestehend aus bunten Kurven, Balken, Torten, Tachos usw. Nicht selten verziert mit groß gedruckten aber zusammenhanglosen Kennzahlen, die erst einmal keine große Aussagekraft und Relevanz besitzen.

Bitte nicht falsch verstehen, wir sind große Fans von Werkzeugen wie Grafana um schnelle Ergebnisse zu erzielen und erste Erfahrungen bei der Benutzung zu sammeln. Nur darf es nicht bei den Schnellschüssen bleiben. Man sollte die Benutzer bei der Verwendung des Dashboards begleiten und Feedback einholen. Daraufhin kann gezielt auf den Bedarf eingegangen und ein Dashboard konzipiert werden, dass den Benutzer bei seiner Arbeit bestmöglich unterstützt.

Grafana Dashboard So sollte ein intuitives Dashboard nicht aussehen. Hier wurde versucht, viele Kennzahlen und Grafiken in ein Dashboard zu integrieren und das möglichst variabel. Auf den ersten Blick ist nicht erkennbar, welche Leistungsindikatoren von hoher Relevanz sind und auch nicht wo Handlungsbedarf besteht.

Um eine bessere Vorstellung zu bekommen, wie so etwas im konkreten Fall aussehen kann, zwei Praxisbeispiele:

Temperaturmessung - natürlich ist eine Temperaturkurve eine sinnvolle Kennzahl aber wie interpretiert man sie? Wie sehen hier „gute“ Bereiche aus? Wann ist die Temperatur zu hoch oder zu niedrig? Wie sehen Übergangsbereiche aus? Gibt es hier bereits Handlungsbedarf oder ist noch alles im „grünen Bereich“? Und was definiert eigentlich „gut“?

Oder das Thema der Parkplatzbewirtschaftung: zwei bunte Kurven zählen die Ein- und Ausfahrten in einem Parkhaus. Die Graphik eines großen Tachos zeigt zudem die aktuelle Belegung an. Soweit erst einmal nette Veranschaulichungen, die mit Sicherheit analysierbar sind. Doch wenn der Nutzer lieber wissen möchte wie die Belegung über den Tag hinweg aussieht, kann ein Dashboard unbrauchbar werden. Damit diese Daten in Zusammenhang mit Umsatzzielen interpretierbar sind, sind weitere Daten und Visualisierungen notwendig.

Weniger ist mehr

Um die Frage zu klären, wie denn nun ein gutes Dashboard aussieht, kann sich das Motto „weniger ist mehr“ zu Herzen genommen werden. Ein effizientes Dashboard zeichnet sich durch seine Überschaubarkeit, einer intuitiven Bedienbarkeit sowie Wiedererkennbarkeit aus. Die Veranschaulichung der Daten erfolgt hierbei immer in einem Kontext. Das heißt, die gezeigten Informationen beantworten spezifische fachliche Fragen in Form einer zielgruppengerechten Anzeige.

c-monitor Ein Beispiel für ein überschaubares Dashboard: eine minimalistische Zusammenfassung aller relevanten Kennzahlen. Neutrale Farben und Grafiken sorgen zusätzlich für eine angenehme Veranschaulichung der Daten und ermöglichen eine rasche Analyse.

Hinzuzufügen ist, dass nur bestimmte Leistungsindikatoren in einem intuitiven Dashboard sichtbar sind. Dazu müssen im Vorfeld konkrete Fragen gestellt werden: Welchen Wert benötige ich für meine Interpretation? Welche Ergebnisse sind relevant für meine Unternehmensstrategie oder um ein bestimmtes Ziel zu erreichen? Mithilfe dieser Fragestellungen kann die Darstellung von komplexen Zusammenhängen vereinfacht in Form von Grafiken und Zahlen, die sofort verständlich sind, zu einem echten Hilfsmittel im Arbeitsalltag werden.

Auch der Aspekt des Designs gilt als nicht zu vernachlässigen, wenn es darum geht ein übersichtliches Dashboard zu entwickeln. Denn die Optik des Boards dient lediglich der Veranschaulichung der Informationen und nicht dem Zweck der Verschönerung. Bunte Farben und Animationen sowie Effekte sollten daher sparsame Verwendung finden. Auch eine passgenaue Auswahl der Diagrammtypen schafft Benutzerfreundlichkeit.

Ein abschließend wichtiger Aspekt für ein gutes Dashboard ist die spezielle Anpassung der Usability für Mobilgeräte. Denn die Zielgruppe bzw. der Anwendungsfall kann schnell variieren: Am Desktop möchte der Produktionsleiter in eine detaillierte Analyse abtauchen können, doch beim spontanen Blick auf das Smartphone kann eine Gesamt-Statusanzeige genügen und die Bedienbarkeit enorm vereinfachen. Für Mobilgeräte ist also nicht nur eine Layout-Anpassung nötig, sondern ein angepasstes Konzept.

Relevante Kennzahlen in Einklang mit einem schlichtem Design

Ein wirklich gutes Dashboard glänzt also durch seine Überschaubarkeit und der kompakten Darstellung relevanter Informationen und Kennzahlen. Zudem sind durch den Einsatz von neutralen Farben und minimalistischen Illustrationen Kennzahlen angenehm sichtbar und vereinfachen eine rasche Interpretation der Daten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Nutzer auf einem guten Dashboard unmittelbar erkennt, wo Handlungsbedarf besteht.

Auch Sie brauchen ein Dashboard, dass überschaubar und intuitiv Ihre relevanten Informationen verbildlicht? Dann sollten wir miteinander sprechen - kontaktieren Sie uns gerne!

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